Wer oder was ist „Lintu Lumessa“?

Hallo Welt, Salam Aleykum und Grüß Gott!

Nun besteht dieser Blog doch schon eine Weile und mir fällt auf das sich immer wieder Leser hierher verirren die natürlich keinen Durchblick haben worum es hier eigentlich geht.

Da ich vor kurzem herausgefunden habe das man Beiträge auch auf die Startseite pinnen kann (… hat ja nur ein paar Jahre gedauert. 😂 😂), möchte ich diese Funktion dazu nutzen um mich und meinen Blog hier vorzustellen!

Also:

Ich nenne mich hier Lintu Lumessa, bin aktuell 25 Jahre alt und komme aus Wien. Außerdem bin ich konvertierte Muslima (und Studentin der islamischen Theologie), Menschenrechts-Aktivistin – und – psychisch krank.

Bei mir leben zwei Schäferhunde die aus Gründen der Anonymität auch unter falschen Namen erwähnt werden. (Vito und Corleone)

Mein Blog ist ursprünglich entstanden weil ich einen Ort gebraucht habe um meine “Gedankenkotze” abzuladen.

Mittlerweile hat sich das ganze von einem Gedankenkotze-”Tagebuch” zu einer Plattform entwickelt auf der ich nicht nur mein Gehirn ausleere, sondern auch sozialkritische, informative und auch künstlerische Inhalte poste.

Ich schreibe hier hauptsächlich über die alltäglichen Probleme die man hat wenn man psychisch Krank ist und versuche aufzuklären und anderen Menschen ein besseres Verständnis für dieses Thema zu vermitteln.

Genau so möchte auch meine Erfahrungen teilen im Bezug auf Psychiatrie, Medikamente, Therapie und allem was so dazu gehört.

(Inklusive den teilweise schrecklich-absurden Situationen die man manchmal mit Ärzten, Psychologen, Therapeuten oder Sozialarbeitern hat.)

(Falls jemanden meine Diagnose interessiert: ADHS, komplexe Posttraumatische-Belastungsstörung, rezidivierende Depressionen und kombinierte Persönlichkeitsstörung mit hauptsächlich schizoiden Anteilen. Darüber findet man hier aber auch ausführlichere Beiträge.)

Vieles davon ist natürlich bezogen auf meine “schwierige” Vergangenheit.

Deswegen erzähle ich auch über meine Erfahrungen mit Drogen, Obdachlosigkeit, das leben im Heim, häusliche und sexuelle Gewalt, und wie es so ist, wenn man als Mädchen/Frau ab seinem 16. Lebensjahr quasi alleine zurecht kommen muss.

Aber ich berichte auch über meine politische Arbeit (und warum man in Österreich/Deutschland dafür gehasst wird wenn man Menschenrechte für Palästinenser fordert), meine (hoffwntlich wachsende) Beziehung zum Islam, mein Studium und die gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Zusammenhang.

Ich möchte dazu aber gleich sagen das ich keine “Vorzeige-Muslima” bin. Davon bin ich weit entfernt.

Ich trage kein Kopftuch und auch für meine Vorliebe für Rap-Musik und die tatsache das zwei Hunde bei mir leben, bekomme ich oft Kritik. (Aber ich glaube das gehört halt einfach auch zu den “Hürden” meines Lebens dazu.

Jedoch ist nicht alles was auf diesem Blog gepostet wird ernst oder traurig.

Zwischendrin gibt es immer wieder amüsante Anekdoten und gerne mache ich mich auch mal über Verschwörungstheoretiker/Wissenschaftsverweigerer lustig.

(Und nein, Religion und Wissenschaft muss sich nicht widersprechen. Darüber kann man hier aber auch schon ein paar Beiträge finden.)

Und schlussendlich teile ich mit euch auch Gedichte/Texte die ich auf einer künstlerischen/poetischen Ebene teilenswert finde. (Und bei den älteren Beiträgen sind sogar ein paar “peinliche” Gedichte von mir dabei. 😏😏😏)

Das alles hier ist wahrscheinlich eine ungewöhnliche Mischung und weil sich natürlich nicht jeder für alles interessiert, sind die verschiedenen Themen in eigenen Ordnern sortiert.

(Die sollten hier irgendwo auf der Seite angezeigt werden. Ganz runter scrollen.)

Das wurde jetzt irgendwie echt ein sehr ausschweifender “Vorstellungstext”. (Aber sowas passiert mir oft. 😂 😂 😂)

Vielleicht ist ja der ein oder andere jetzt ein bisschen weniger “verstört” oder verwirrt von diesem Chaos.

Und vielleicht findet ja auch jemand etwas zum lesen das ihm/ihr gefällt.

(Und wenn nicht, ist das auch ok.)

Ich möchte an dieser Stelle den Menschen die meine Beiträge regelmäßig lesen sagen, das sie sich geherzt fühlen sollen.

(Ganz besonders eine spezielle konvertierte Schwester die mich jetzt doch schon ein paar Monate begleitet und mir oft den Tag gerettet hat, ohne das ihr das vl sogar bewusst ist.)

Zum Abschluss gibt es jetzt noch ein paar Fakten um die Allgemeinbildung zu erweitern. (Damit das lesen dieses Textes ein bisschen weniger Zeitverschwendung war.):

 

  • In Frankreich ist es verboten ein Schwein “Napoleon” zu nennen.

 

  • Krokodile fressen Steine damit sie besser tauchen können.

 

  • Die Zahnpasta-Tube wurde in Österreich erfunden.

 

  • Wenn weibliche Frettchen keinen Sex haben (und auch nicht kastriert werden) sterben sie.

 

  • In Schweden heißt Urgroßmutter “Gammelmormor”.

 

  • Und zu guter letzt: “umfahren” bedeutet genau das Gegenteil von “umfahren”.

 

#Mussmanwissen

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Sisyphos

Die schlimmsten Probleme sind die, die sich einfach immer und immer wiederholen.

Genau die, wo du eigentlich genau weißt was du falsch machst, aber irgendwie dann doch nicht anders kannst und den selben Fehler immer wieder begehst.

#Storyofmylife

Ich kann mich nicht in eine Gruppe integrieren.

Also ich KANN es scheinbar wirklich nicht.

Nicht weil ich nicht will oder weil ich mir keine Mühe gebe, sondern weil ich sozial einfach absolut inkompetent bin.

Schon im Kindergarten war ich ein schwieriges Kind und hatte oft Wutausbrüche, hab die anderen Kinder manchmal auch geschlagen.

Diese Aggressionsprobleme haben sich erst gelegt als ich schon fast volljährig war.

Ich war aber nicht aggressiv weil ich so viel Spaß daran hatte andere Kinder zu schlagen.

Ich war aggressiv weil ich mit so vielen Situationen überfordert war und weil ich einfach auch nie wirklich etwas anderes gelernt habe.

Meine Mutter hat sich kaum bis garnicht mit meinen Geschwistern und mir beschäftigt und wenn wir sie mal doch gesehen haben, hat sie meistens herumgeschrien.

Wenn wir nicht gerade Gäste hatten hat sie nicht mal mit uns zusammen an einem Tisch gegessen.

Sie war lieber in einem anderen Raum vorm Fernseher/Computer und hat sich mit “wichtigeren” Dingen beschäftigt, wie z. B. der Fernsehserie “Reich und Schön”.

Wenn meine Geschwister und ich uns beim essen zu laut unterhalten oder gelacht haben, ist sie manchmal reingestürmt und hat uns angeschrien wir sollen ruhig sein, weil sie sonst nicht versteht was im TV gesagt wird.

Wir sind auch sehr oft umgezogen, teilweise von einem Bundesland ins andere. Ich war insgesamt in 7 verschiedenen Schulen. (In 9 Schuljahren.)

In der Schule war ich immer “die

Neue” und bevor ich überhaupt wirklich Freunde finden konnte, sind wir eh schon wieder umgezogen.

Wenn ich nicht in der Schule war, habe ich mich zuhause in meinem Zimmer versteckt und war die meiste Zeit alleine.

Ich hatte (und habe noch immer) so viel Angst vor Menschen.

Wenn ich morgens aufgestanden bin war mir nach heulen zumute weil ich in die Schule musste (wo ich mit meinen Mitschülern nur Probleme hatte) und nach der Schule war mir nach heulen zumute weil ich wieder dort hin musste wo meine Mutter war, die wahrscheinlich wieder einen Grund gefunden hat um ihren Frust an mir auszulassen.

Als ich ins Heim gekommen bin, wurde es auch nicht besser.

Die Auseinandersetzungen wurden einfach nur noch rauher als mit meinen Mitschülern.

Tja, und mit 16 war ich dann auf mich allein gestellt und bin nomadenhaft von einem Ort zum anderen gezogen.

Zuerst war ich im Burgenland, dann wieder in der Nähe von Wien, dann ein Jahr in Hamburg, 6 Monate in Ägypten nur um dann mit 19 wieder in Wien zu landen.

Und auch hier bin ich alle paar Monate von einem Bezirk in den anderen gezogen.

Auf diesem Weg haben sich ein paar einzelne Menschen gefunden die mich scheinbar wirklich mögen – und – in meinem Leben geblieben sind.

Viele “falsche Freunde” kamen und gingen, manche haben es bestimmt auch gut gemeint und waren vielleicht einfach nur überfordert.

Ich kanns ihnen nicht verübeln.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will:

So vieles, was im Umgang mit anderen Menschen eigentlich “normal” ist, habe ich nie gelernt.

Ich hab absolut keine Ahnung, was “richtig” oder “falsch” ist.

Mir wird gesagt ich sei unhöflich, obwohl ich das nicht beabsichtigt habe.

Es fällt mir schwer persönliche Grenzen zu erkennen, wenn man sie mir nicht klar und deutlich mitteilt.

Ich falle in jeder Gruppe immer wieder in die Rolle der “Außenseiterin” weil ich mich unbewusst selbst da rein “dränge”.

Ich rechtfertige mich für Dinge, für die ich mich nicht rechtfertigen sollte.

Ich entschuldige mich für Alles, selbst wenn es gar nichts mit mir zu tun hat.

Ich versuche immer alles was ich mache oder sage zu erklären, damit niemand denkt ich sei “bösartig” und/oder verhalte mich absichtlich schlecht.

(Und das wirkt dann auf die anderen eher so wie ein “Ausrede” oder dem “fordern” nach Mitleid.)

Oft schon habe ich gesagt: “Keiner versteht mich”, aber die Wahrheit ist wohl das ich die anderen nicht verstehe.

Eigentlich sind diese Probleme meistens “selbst gemacht” und im Prinzip weiß ich das auch ganz genau.

Selbsthass ist ein furchtbares Gefühl.

Wenn man sich ständig das Leben ruiniert ist es jedoch eigentlich nur die logische Konsequenz sich dafür selbst zu hassen.

Irgendwie fühlt man sich auch ein bisschen wie Sisyphos und fragt sich ob es überhaupt Sinn macht den Stein zum gefühlten 1000. mal den Berg rauf zu rollen.

Es scheint mir manchmal als wäre schon alleine die Tatsache das ich überhaupt existiere eine Belastung für alle Menschen die mit mir zu tun haben (müssen).

Wahrscheinlich ist es nicht wirklich so, aber ich sehe es meistens nicht anders.

Eine Freundin von mir hat mir mal folgendes geschrieben:

„Du bist der liebenswürdigste Mensch, den ich kenne und es tut mir so leid, dass ich es nicht schaffe, dir das zu zeigen.

Du bist ein Mensch, der ehrlich ist, Ehrlichkeit schätzt, nicht grundlos hasst. Du magst mich – obwohl du meine schlimmsten Seiten erlebt hast.

Du bist ein selbstreflektierter Mensch, der wie jeder andere auch, blinde Flecke hat.

Aber du schaust hinter die Fassade von Menschen.

Du siehst in mir, was ich sein könnte, was ich tief im Herzen bin..unter all den Narben und Verletzungen, die mir die Welt zugefügt hat.

Du siehst zumindest ansatzweise, was sich hinter all den Schutzmauern verbirgt.

Du hilfst, du liebst es, für andere da zu sein.

Das IST liebenswert.

Ich wünschte, ich könnte ein bisschen mehr wie du sein.”

Auf der einen Seite ist es natürlich schön sowas zu hören, auf der anderen fällt es mir schwer zu glauben das davon überhaupt alles wirklich ehrlich so gemeint sein soll.

Jeder von uns hat seinen eigenen “Jihad”.

Vielleicht ist das einfach meiner.

 

Anekdote #14

Als ich ungefähr 15 Jahre alt war bin ich mal auf ein Sido-Konzert gegangen.

Der Haken war nur:

Das Heim in dem ich da grad gelebt hab hat darauf bestanden das ein Betreuer mitkommt.

So kam es nun zu der Situation das jemand dazu genötigt wurde sich neben mich in dieses Konzert zu stellen.

An seinem Gesichtsausdruck konnte ich schon erkennen das er die Rap-Texte zum kotzen fand und sich nicht besonders wohl gefühlt hat.

Das „Highlight“ des Abends war jedoch der Moment an dem Sido sich auf der Bühne einen Joint angezündet hat und grinsend meinte:

„Hoffentlich ist heute niemand vom Jugendamt anwesend.“

Priceless!

Anekdote #13

Grad im Wartezimmer beim Arzt:

Ca. 80-jähriger Mann zur Ordinationahilfe:

„Sie haben vergessen das Medikament „XYZ“ für meine Frau aufzuschreiben.“

Ordinationshilfe: „Aber das Medikament ist doch für Sie! Das sollen Sie nehmen!“

Er: „Aso? Dann haben wir uns da wohl vertan…“

Ordinationshilfe: „Herr „ABC“ das is aber nicht gut! Das is ein Medikament für die Prostata und ihre Frau hat doch garkeine Prostata!“

Ich musste mich so zusammenreißen nicht zu lachen, obwohl das wsl garnicht so lustig ist wie ich es finde. 😂😂😂😂

Ein paar Gedanken über das Lügen.

Ehrlichkeit, warum versteckst du dich so oft?

 

Warum fällt es uns so schwer unseren Mitmenschen zu vertrauen?

 

Viele meinen, es sei einfach besser, die Wahrheit zu verschweigen, um anderen nicht unnötig weh zu tun.

Doch seien wir jetzt mal ehrlich zu uns selbst:

Welcher Mensch hat schon mal  gesagt:

„Danke das du mich angelogen hast! Das war eine viel bessere Idee als mir einfach die Wahrheit zu sagen! Ich bin wirklich froh und glücklich darüber das du mich so hintergangen hast!“

Es gibt natürlich Gründe, warum man lügt.

Manche davon sind nachvollziehbar, andere eher weniger.

Doch im Endeffekt kommt alles nur aus unserem eigenen Egoismus heraus.
Man verletzt lieber andere, bevor man sich selbst verletzlich macht.

Doch ist es nicht eigentlich Stärke, wenn man imstande ist, anderen seine Schwächen zu offenbaren?

Oder ist es schlichtweg einfach nur Naivität?

Mir wird oft gesagt ich “erzähle zu viel von mir”.

Aber was soll das überhaupt heißen?

Ist es wirklich so schlecht gleich von Anfang an offen zu sein, damit der andere weiß “woran er/sie ist”?

Ich lüge auch manchmal. Meistens Lüge ich mich selbst an und versuche mir einzureden es sei eh alles in Ordnung, gerade dann wenn es das eigentlich nicht ist.

Auch würde ich jederzeit lügen um meine Freunde zu schützen. Auch vor Gericht.

Das ist moralisch wahrscheinlich nicht ganz richtig, aber ich bin mit anderen Moralvorstellungen aufgewachsen als die meisten Menschen.

Ich frage mich ob diese Welt ein besserer Ort wäre, wenn niemand mehr Lügen würde.

Aber ist das überhaupt möglich?

Manchen scheint es wohl, man ist nicht stark genug um sich ohne Lügen in der Gesellschaft zu behaupten.

Es fehlt die nötige Portion Kaltherzigkeit um sich durchs Leben zu trampeln und mit der altbekannten Ellenbogen-Technik seinen Platz zu finden.

Wenn man bedenkt, das “Tugendhaftigkeit” eines der angeborenen Veranlagungen des Menschen ist, dann müsste man wohl davon ausgehen, der Mensch ist eigentlich nicht fürs lügen geschaffen worden.

Und trotzdem tun wir es alle. Immer und immer wieder.

Mal sind es kleine, mal große Lügen.

Manchmal lügt man aus Unsicherheit, manchmal aus Angst, manchmal aus Berechnung und manchmal sogar aus Mitleid.

In meinem Lieblingsbuch “Der kleine Prinz”, wird der Prinz von seiner Rose “angelogen”.

Sie erzählt ihm immer und immer wieder das sie die einzige Rose ist, die in diesem Universum existiert. Und in ihrem Bewusstsein ist es gar keine Lüge, weil ihr gar nicht bewusst ist, dass es noch viele andere Rosen gibt.

Als der kleine Prinz jedoch schließlich auf der Erde landet und sich in einem Rosengarten wiederfindet, bricht eine Welt für ihn zusammen.

Immerhin hat seine Rose ja behauptet sie sei die einzige ihrer Art.

Manche Lügen sind also auch Missverständnisse.

Und das erkennt auch der Prinz im Laufe der Geschichte.

Und aus diesem Grund möchte ich ihm jetzt hier auch das letzte Wort überlassen:

“Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, so ist es schön bei Nacht den Himmel zu betrachten. Alle Sterne sind voller Blumen”

 

Keine Einführung in die islamischen Wissenschaften #2

Eigentlich sollte das ja der zweite Teil werden von meinen Gedanken über die Lehrveranstaltung.

Aber ich muss gestehen das es mir jetzt sogar schwerer fällt als bei der Ersten überhaupt irgendwas zu schreiben. Ich glaube echt ich bin zu dumm dafür.

Mir gehen eher grad die Dinge durch den Kopf die beim letzten Infotisch passiert sind.

Doch lustigerweise gab es dann sogar eine Diskussion über Islam und Wissenschaft mit einem Politiker, und somit war es dann doch irgendwie vorteilhaft das ich am Tag davor den zweiten Teil gesehen habe.

 

Aber mal von Anfang an:
Es kamen ausgesprochen viele israelische Zionisten an den Infotisch.

Einer hat am Anfang noch so getan als würde er uns unterstützen und hat dann gefragt: “Warum hasst ihr Israel?”

Als wir ihm dann erklärt haben das wir Israel nicht hassen sondern nur gerne hätten das Menschenrechte auch für Palästinenser gelten ist er voll ausgezuckt und hat herum geschrien das er bald Soldat ist und Israel vor den “bösen, bösen Terroristen” beschützen muss.

Und irgendwann hat auch einer sowas gesagt wie: “Wenn die Kinder Steine auf die (illegalen) Siedler werfen, dann muss man halt auch zurück schießen.”

Eine Aktivistin von uns (eine 17-jährige Palästinenserin) hat dann irgendwann die Nerven verloren und ist in Tränen ausgebrochen weil ein Israeli behauptet hat, die Palästinenser sind ja nie mit Gewalt vertrieben worden und die Nakba ist eine Lüge.

(Ganz ehrlich? Das ist auf dem selben Level wie wenn man sagen würde der Holocaust ist eine Lüge.)

Ihre Familie hat dort sogar noch ein Haus, aber sie dürfen nicht dorthin zurück kehren.

Und als die eine ihr noch ins Gesicht geschrien hat: “Ihr Palästinenser macht UNSER LAND kaputt.” war es endgültig hinüber mit ihr und sie hat erst mal nur noch geweint.

Ganz zum schluss hin kamen dann noch zwei israelische Politiker aus irgendeiner “linken” Partei in Israel die uns weiß machen wollten das sie ja eh gegen die Besatzung und den illegalen Siedlungsbau sind, aber BDS ist trotzdem scheiße, weil BDS ja nicht Israel unterstützt.

(Was für eine Logik. Um die Unterdrückten zu befreien muss man also den Unterdrücker unterstützen?)

Ich frage mich nur, warum die zwei nicht die Palästinenser unterstützen wenn sie so gegen die Besatzung und den illegalen Siedlungsbau sind?

Einer von denen war so ein ganz Hardcore-Atheist und er war der Meinung das Religion an allem Schuld ist und es sowieso erst Frieden geben kann wenn man das verbieten würde.

Außerdem war er der Meinung das in 100 Jahren eh keiner mehr an Gott glauben wird.

Als ich ihn dann gefragt habe, warum das Judentum dann schon seit mehreren Jahrtausenden existiert meinte er irgendwas in die Richtung das die ja damals noch keine richtige Wissenschaft gehabt haben und deswegen halt an so einen “Blödsinn” glauben.

Dadurch hat sich dann eine (für mich) doch sehr praktische Situation ergeben, weil ich gleich mal ein bisschen von dem erzählen konnte was ich innerhalb und außerhalb meines Studiums dazu gelernt habe.

Das ganze wäre, finde ich, eigentlich eine gute Überleitung zu dem, was ich euch heute gerne zum Thema “islamische Wissenschaften” berichten würde.

 

Aaaaaaabeeeer…:

 

In meinem Kopf ist einfach Chaos und ich schaffe es absolut nicht meine Gedanken zu ordnen.

Immer wenn ich versuche irgendwas dafür genauer auszuformulieren, klingt es erst recht wieder scheiße.

Meine Dozentin meinte als Feedback auf meinen Blogbeitrag zum ersten Teil ich soll versuchen meine Gedanken zu Ende zu führen weil alles irgendwie so “fragmentiert” wirkt, aber ich weiß nicht wie ich das machen soll.

In meinem Kopf sind meine Gedanken schon damit beende wenn ich zur nächsten Idee “überspringt”.

Für mich macht das ja alles voll viel Sinn, aber für viele andere halt nicht. Und das versteh ich auch.

Aber ich bin hier grad irgendwie am durchdrehen.

Ich habe sicher 5 mal angefangen etwas zu schreiben und es nach nicht mal einer Seite frustriert wieder weg gelöscht.

In meinem Kopf schweben Geschichten über “Das Haus der Weisheit”, Al-Mamun und dem im englischsprachigen Raum genannten “Translation-Movement”.

Ich denke an all die Erfindungen und Entdeckungen ohne die unsere heutige Welt gar nicht funktionieren würde.

Wusstet ihr das sie sogar eine Möglichkeit gefunden haben um den Umfang der Erde zu messen? So ganz ohne Satelliten oder sowas.

(Und heutzutage gibt es echt Menschen die sogar noch glauben die Erde ist eine Scheibe…)

Aber vor allem muss ich unbedingt einen Weg finden um die mittelalterlichen “Roboter” in den Text einzubinden.

(Ja, Roboter! Die konnten Tee einschenken und es gab auch mal eine “Roboter-Band” die auf einem Floss herum gefahren ist und dabei Musik gemacht hat.)

Aber, ich glaube das wird heute nichts mehr mit dem ausformulieren.

Deswegen hör ich lieber auf zu schreiben, bevor ich den Laptop gegen die Wand schmeiße.

Ich kanns ja morgen nochmal probieren. Ich fühle mich grad so unglaublich dämlich….

 

Aber zumindest habe ich mich woanders nützlich machen können.

 

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Anekdote #12

Vor ein paar Jahren bin ich mal in Hamburg in einen afghanischen Kiosk gegangen um mir etwas zu trinken zu holen.

Ich kannte die Mitarbeiter dort, deswegen hab ich öfter mal da gechillt.

Irgendwann kam eine ältere Dame herein und folgender Dialog hat sich zugetragen:

Dame: „Was kostet ein großer Kaffee zum mitnehmen?“

Verkäufer: “ 1 Euro und 40″

Dame: „Ok, dann hätte ich bitte einen mit Milch.“

Verkäufer: „Mit Milch kostet auch 1 Euro und 40.“

Dame: „Ok, gut zu wissen.“

Verkäufer: „Mit Zucker kostet auch 1 Euro und 40.“

Die Dame erwidert nichts weiter darauf, bezahlt und möchte gehen, schafft es aber nicht den Deckel auf den Becher zu tun.

Sie wendet sich noch mal an den Verkäufer: „Können Sie mir vielleicht helfen?“

Verkäufer: „Ja, aber kostet 10 Cent.“

Ihr Gesichtsausdruck war einfach unbeschreiblich.

 

Einführung in die islamischen Wissenschaften. #1

Auf Anraten meiner Dozentin werde ich meine Gedanken zur Lehrveranstaltung “Einführung in die Islamischen Wissenschaften” zuerst als Blogeintrag verfassen und dann irgendwie versuchen das ganze ein wenig wissenschaftlicher zu verpacken.

Da der Vortrag aus drei Teilen besteht, werde ich auch drei Blogeinträge dazu verfassen.
Aber vorneweg gleich mal ein „Disclaimer“:
Ich werde hier frei heraus aufschreiben was mir im Kopf herumschwirrt und auch persönliche Dinge und Metaphern/Assoziationen mit einfügen die nicht zwangsläufig etwas mit dem Islam zu tun haben. Auch meine Verbindungen zu meiner persönlichen Geschichte gehören natürlich nicht in einen fachlichen Text hinein.
Mir ist klar das ich den folgenden Text in dieser Form nicht als eine “wissenschaftliche Arbeit” abgeben kann. Aber ich denke ich brauche das ganze zuerst in einem persönlichen Kontext, bevor ich meine Gedanken strukturell ordnen kann. Außerdem müsste sowieso erst jemand meine ganzen Rechtschreibfehler ausbessern. Das ist halt echt nicht wirklich meine Stärke.
Also gut, nun kommen wir mal zum eigentlichen Thema:
„Was sind islamische Wissenschaften?“
Dear Lord, wo soll ich da überhaupt anfangen?
Die erste Frage die von meiner Dozentin gestellt wurde ist:
“Was versteht ihr unter Islamischen Wissenschaften?”
Und alleine dabei sind mir schon so viele Dinge durch den Kopf geschossen, das ich dachte mein Hirn explodiert gleich.
Der Bezug der zwischen Islam und Wissenschaft besteht, war schon immer etwas das mich sehr fasziniert hat und einer der Gründe war, warum ich selber Muslima geworden bin.
Ich halte mich selbst für einen sehr “wissenschafts-fixierten” Menschen. Schon als Kind habe ich dauernd “zu viele Fragen gestellt” und jeder war genervt davon, dass ich einfach alles wissen wollte.
Viele Fragen wollte oder konnte mir einfach keiner beantworten und dann musste ich halt selber irgendwelche klugen Bücher finden, die mir vielleicht ein bisschen weiterhelfen.
Als einsames Kind hatte ich ja auch nicht wirklich etwas anderes zu tun.
Eines der ersten Dinge die mir zu dem Thema “Islam und Wissenschaft” eingefallen ist, ist die Tatsache das Religion und Wissenschaft immer als Gegensätze dargestellt werden.
Doch schon Albert Einstein sagte dazu:
„Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“
Ich habe das ganze immer schon eher so gesehen wie er.
Die Leute argumentieren oft damit: “Man kann ja nicht beweisen das Gott existiert!”
Und meine Antwort darauf ist immer: “Man konnte vor ein paar 100 Jahren auch nicht Beweisen das Bakterien existieren.”
Gerade das Thema “Medizin” hat mich in dem Zusammenhang besonders fasziniert.
Es gibt einen Hadith in dem es heißt:

„Allah hat keine Krankheit herabkommen lassen, ohne daß Er für sie zugleich ein Heilmittel herabkommen ließ.“
Meine persönliche Interpretation des ganzen ist folgendes:
“Jede Krankheit kann geheilt werden, ihr müsst nur forschen und das Heilmittel finden.”
Meines Erachtens nach kann das als eine (von vielen) Bestätigung(en) für die Wichtigkeit die, die Suche nach Wissen im Islam einnimmt angesehen werden. (Wie das ja auch im Vortrag mehrmals betont wurde.)
Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und interpretiere noch ein bisschen mehr in das ganze hinein.
Vielleicht wurde gerade das “krank sein” als Argument verwendet um die Leute zur Forschung zu motivieren, weil das ein Thema ist das einfach für alle Menschen gleichermaßen als “unangenehm” empfunden wird.
Niemand möchte krank sein und jeder der krank ist, sehnt sich nach Heilung.
Leider habe ich oft schon in Diskussionen mit anderen Muslimen (vor allem Gegner der Schulmedizin/medizinischen Wissenschaft) mitbekommen das diese Überlieferung auch ganz anders interpretiert wird.
Manche sagen, es würde bedeuten das jedes Heilmittel bereits gefunden wurde, ansonsten würde es ja nicht heißen dass er das Heilmittel bereits herabkommen ließ, sondern das es noch kommen wird.
Aber jetzt mal ganz nüchtern betrachtet kann man ja davon ausgehen das die Elemente für jedes Heilmittel wirklich schon auf dieser Welt vorhanden sind.
Denn auch Medikamente die neu erfunden werden, bestehen aus Grundstoffen die schon existieren. Man hat sie einfach nur durch chemische Verfahren verändert und in einen neuen Zustand versetzt.
Als simples Beispiel könnte man jetzt einfach mal Wasser hernehmen. Wasser ist ja im Prinzip auch eine Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff und somit ein Produkt aus einer “chemischen Veränderung”.
Und auch Wasser kann seine Form ändern und hat dann unterschiedliche Eigenschaften.
Das erinnert mich ein bisschen an eine Situation zurück in der Hauptschule wo unsere Lehrerin im Physikunterricht meinte “Jedes Element kommt nur in mindestens einem der drei Aggregatzuständen vor. Und diese sind fest, flüssig und gasförmig.”
Worauf ich sie gefragt habe: “Und welchen Aggregatzustand haben dann Elektrizität und Feuer?”
Doch ich glaube ich schweife gerade ein bisschen zu sehr vom Thema ab.
Im Koran heißt es auch:
“Denkt über die Wunder im Universum nach.” (3:191)
Doch was sind Wunder überhaupt? Ist es für uns heute z.b. wirklich noch ein Wunder wenn es regnet?
Wahrscheinlich nur für Menschen die in Regionen leben wo es nur einmal alle 5 Jahre mal regnet.
Für die Menschen in der Antike war es aber ein großes Wunder. Und die einfachste Erklärung dafür war das ein alter, bärtiger Mann in den Wolken sitzt und Blitze runter schießt weil er auf die Menschen böse ist.
Doch es gab damals bei den Griechen schon Leute die dies in Frage gestellt haben.
Einer davon war Sokrates, der ja schließlich auch (unter anderem) deswegen hingerichtet wurde.
Er war auch derjenige, der einmal sagte:
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“
Dieser Satz passt sehr gut zu dem Zitat von Ali (der auch schon mal in einem Vortrag im Fach “Quranwissenschaften” zitiert wurde), der mir persönlich sogar noch besser gefällt.:
“Der Wissende ist jemand der erkannt hat das sein Wissen sehr gering ist, im vergleich zu dem was er nicht weiß.
Deswegen betrachtet er sich selbst als unwissend und steigert dementsprechend sein bemühen mehr Wissen zu erlangen indem er auszieht auf der Suche nach Wissen. “
Ich finde, damit definiert man sehr gut den Unterschied zwischen einem “Philosophen” und einem “Sophisten”.
“Philosophie” bedeutet übersetzt so viel wie “Liebe zur Weisheit”.
Für mich kann man somit auch islamische Wissenschaften als “Philosophie” bezeichnen.
Für jede Art von Wissenschaft sollte man auch einen kleinen Philosophen in sich tragen.
Denn nur “die Liebe zur Weisheit” ist die Anziehungskraft die Menschen dazu treibt Zeit und Energie in ihre persönliche Forschung zu investieren.
Im laufe des Vortrags wurde auch darüber gesprochen das der Islam kein “Objekt” ist, sondern eine bestimmte Wahrnehmung der Realität die nicht jedem auf die gleiche Weise zugänglich ist.

Dabei musste ich sofort an mein Lieblingsbuch “der kleine Prinz” denken.
Ich weiß, ich weiß, diese Assoziation schießt total am eigentlichen Thema vorbei und wenn ich sowas wie diesen Blogbeitrag als Essay abgeben müsste, dann würde ich wahrscheinlich sofort einen 5er kassieren.
Aber ich möchte meine Gedanken diesbezüglich trotzdem weiter ausführen.
Im Buch “der kleine Prinz” berichtet der “Erzähler/Autor” davon das er als Kind mal ein Buch über den “Urwald” gelesen hat in dem berichtet wurde das Boas ihre Beute immer im ganzen schlucken ohne sie zu kauen.
Darauf hin hat er ein Bild gemalt, von einer Boa, die einen Elefanten gefressen hat.
Er ging mit dieser Zeichnung zu den Erwachsenen und fragte sie ob sie vor diesem Bild angst haben.
Aber keiner hat verstanden warum man vor einem “Hut” angst haben soll.
Danach hat er noch eine zweite Zeichnung verfasst, wo man die Boa und den Elefanten in einem Querschnitt sehen kann.
Doch auch das hat niemanden wirklich interessiert.
Die erste und einzige Person die schließlich erkannt hat das die erste Zeichnung eine Boa darstellt, die einen Elefanten gefressen hat, war der kleine Prinz, der von einem winzigen Asteroiden stammt wo er mit vielen “weltlichen” Dingen überhaupt nie konfrontiert wurde.
Aber genau das “unschuldige und naive Wesen” des kleinen Prinzen war der Grund warum er die Zeichnung mit anderen Augen sehen konnte als der Rest der Personen die der Pilot vorher jemals getroffen hat.
Im ersten Vortrag wurde auch “Das Haus des Wissens”/”Haus der Weisheit” angesprochen, worüber ich schon ein bisschen was gelesen habe.
Ich werde aber in diesem ersten Blogbeitrag nichts darüber schreiben, da die Vortragende auch erwähnt hat da darauf im zweiten Vortrag noch genauer eingegangen wird.
Deswegen werde ich mir meine Gedanken dazu aufheben, bis ich mir den zweiten Vortrag angesehen habe.
Abschließend muss ich aber gestehen das mich dieser ganze Blogbeitrag gerade unglaublich deprimiert.
Denn ich weiß wirklich nicht wie ich das ganze in eine akademische Form verpacken soll und ich glaube ich bin auch nicht wirklich ausreichend auf die Punkte eingegangen die im Vortrag angesprochen wurden.
Ich meine, ich habe das eh schon in meinem “Disclaimer” angesprochen, aber ich zweifle gerade wirklich daran ob ich sowas überhaupt kann. Also irgendwas akademisches schreiben.
Aber schauen wir mal ob es mit dem nächsten Vortrag morgen besser läuft.

Anti-Märchen.

Wenn man fast sein ganzes Leben lang mit Angst und Depressionen lebt, dann ist es oft gar nicht so einfach heraus zu finden warum man sich jetzt gerade so schlecht fühlt.

Woher kommt diese unglaubliche Traurigkeit?

Sind es Hormone? Unerfüllte Bedürfnisse?

Ist es eine Depression?

Eigentlich bin ich seit einer Weile durch meine Medikamente schon recht stabil was meine Depressionen betrifft.

Also ich glaube momentan bin ich nicht depressiv. Das fühlt sich auch ganz anders an…

Aber warum bin ich bloss so unglaublich traurig?

Eigentlich gibt es so viele Dinge über die ich mich freuen könnte…

Im letzten Jahr sind so viele Wünsche von mir in Erfüllung gegangen.

Und trotzdem heule ich mir jeden zweiten Tag die Augen aus dem Kopf.

Liegt es vielleicht an meiner Traumatisierung?

Liegt es an den Angstzuständen, Panikattacken und Albträumen die ich immer noch nicht in den Griff bekommen habe?

Liegt es daran das es mir immer schwerer fällt all die negativen Dinge an mir zu ignorieren?

Ich habe in den letzten Tagen von vielen Menschen sehr nette Sachen gesagt bekommen, aber es scheint fast als würde das alles an meinem Herzen abprallen.

Kennt ihr alle das Märchen von der Schneekönigin?

Es gibt mehrere Gründe warum ich mich mit dieser Geschichte so verbunden fühle.

Doch nicht alle Märchen haben immer ein Happy-End.

Es gab mal eine Situation vor ein paar Jahren. Ich glaub damals war ich ungefähr 17 Jahre alt.

Ich war mit Bekannten unterwegs, wir waren in einem Wirtshaus bei einem lokalen Stammtisch.

Ein paar Tische weiter war ein Paar mit einem kleinen Labrador-Welpen.

Ich bin natürlich sofort hin und hab gefragt ob ich den Hund streicheln darf.
Den ganzen Abend habe ich nichts anderes gemacht als diesen Hund zu knuddeln und mit ihm zu spielen.

Meine Freunde und ich sind dann irgendwann gegangen und haben zu mir gesagt:

“Lintu, wir haben dich gar nicht wiedererkannt. So wie du mit diesem Hund gespielt hast. Normalerweise bist du immer so abweisend und “kalt”, aber da hat man richtig gemerkt wie viel Liebe eigentlich in dir steckt. “

Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann ist vl genau das der Grund warum ich so traurig bin.

Vielleicht kann ich einfach nicht mit menschlicher Zuneigung umgehen.

Immer wenn mir jemand etwas gutes tut oder in irgendeiner Form zeigt das er oder sie mich mag dann bekomme ich regelrecht ein Stechen in meinem Herzen. (Wortwörtlich!)

Es tut weh. Es tut so unglaublich weh.

Obwohl es eigentlich schön sein sollte, tut es weh.

Und ich lebe, wie immer, in so einer inneren Zerrissenheit.

Ich wünsche mir Liebe und Zuneigung, aber ertrage sie nicht, wenn ich sie bekomme.

Eine Freundin von mir hat vor kurzem zu mir gesagt: “Du redest immer so viel davon das du noch nichts erreicht hast, aber alleine mit der Tatsache das du noch am Leben bist, hast du so unglaublich viel erreicht.”

Doch was bedeutet “leben” eigentlich?

Es wäre schön, wenn das Leben wie ein Märchen wäre.

Aber es gibt leider keine gute Fee die mir jemals den Schmerz aus meinem Herz wegzaubern wird.

Und es wird wahrscheinlich auch niemals ein „Prinz“ aus dem nichts auftauchen und sich unsterblich in mich verlieben und mich vor allen bösen Dingen beschützen.

Ich werde oft gefragt ob ich das „Existenzrecht“ von Israel anerkenne.

Aber eigentlich sollte man mich lieber fragen ob ich mein eigenes „Existenzrecht“ anerkenne.

Das tue ich meistens nämlich nicht.

„Erklär einem Blinden mal was Farbe ist/
Du kommst nich weit und wirst auf halber Strecke wahnsinnig/
Und spielst mit Worten, bis du sprachlos bist/
Dem Saal verlangt es nach Moral und was er meint ist:/

Mal‘ die Sünde, aber spar dann nicht am Strafgericht/
Mit der Hure zum Teufel, da wo sie hingehört/
Damit wer suchet fündig wird/

Ich inszeniere Antiheldentum in antimärchenhafter Kulisse/
In der es Nacht ist und grau, so dass die Kontraste verwischen/

Ich lass die Anderen richten, die, die imstande sind/
Heuchelei als Hommage des Lasters an die Tugend an den Mann zu bringen/
Und halt es mit den ehrlichen Betrügern, den gewinnenden Taugenichtsen und/ Gesprächen mit den Lügnern“