Wer oder was ist „Lintu Lumessa“?

Hallo Welt, Salam Aleykum und Grüß Gott!

 
Nun besteht dieser Blog doch schon eine Weile und mir fällt auf das sich immer wieder Leser hierher verirren die natürlich keinen Durchblick haben worum es hier eigentlich geht.

 

Da ich vor kurzem herausgefunden habe das man Beiträge auch auf die Startseite pinnen kann (… hat ja nur ein paar Jahre gedauert. 😂 😂), möchte ich diese Funktion dazu nutzen um mich und meinen Blog hier vorzustellen!

 
Also:

 
Ich nenne mich hier Lintu Lumessa, bin aktuell 25 Jahre alt und komme aus Wien. Außerdem bin ich Menschenrechts-Aktivistin – und – psychisch krank.
Bei mir lebt ein Hund der aus Gründen der Anonymität auch unter falschem Namen erwähnt wird. (Vito)

 
Mein Blog ist ursprünglich entstanden weil ich einen Ort gebraucht habe um meine “Gedankenkotze” abzuladen.

 
Mittlerweile hat sich das ganze von einem Gedankenkotze-”Tagebuch” zu einer Plattform entwickelt auf der ich nicht nur mein Gehirn ausleere, sondern auch sozialkritische, informative und auch künstlerische Inhalte poste.

 
Ich schreibe hier hauptsächlich über die alltäglichen Probleme die man hat wenn man psychisch krank ist und versuche aufzuklären und anderen Menschen ein besseres Verständnis für dieses Thema zu vermitteln.

 
Genau so möchte auch meine Erfahrungen teilen im Bezug auf Psychiatrie, Medikamente, Therapie und allem was so dazu gehört.

 
(Inklusive den teilweise schrecklich-absurden Situationen die man manchmal mit Ärzten, Psychologen, Therapeuten oder Sozialarbeitern hat.)

 
(Falls jemanden meine Diagnose interessiert: ADHS, komplexe Posttraumatische-Belastungsstörung, rezidivierende Depressionen und kombinierte Persönlichkeitsstörung mit hauptsächlich schizoiden Anteilen. Darüber findet man hier aber auch ausführlichere Beiträge.)

 
Vieles davon ist natürlich bezogen auf meine “schwierige” Vergangenheit.

 
Deswegen erzähle ich auch über meine Erfahrungen mit Drogen, Obdachlosigkeit, das leben im Heim, häusliche und sexuelle Gewalt, und wie es so ist, wenn man als Mädchen/Frau ab seinem 16. Lebensjahr quasi alleine zurecht kommen muss.

 
Aber ich berichte auch über meine politische Arbeit (und warum man in Österreich/Deutschland dafür gehasst wird wenn man Menschenrechte für Palästinenser fordert) und die gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Zusammenhang.

 
Jedoch ist nicht alles was auf diesem Blog gepostet wird ernst oder traurig.
Zwischendrin gibt es immer wieder amüsante Anekdoten und gerne mache ich mich auch mal über Verschwörungstheoretiker/Wissenschaftsverweigerer lustig.

 

Ich studiere islamische Theologie, deswegen will ich an diesem Punkt auch anmerken das Religion und Wissenschaft sich nicht zwangsläufig widersprechen müssen.
Darüber kann man hier aber auch schon ein paar Beiträge finden.

 
Und schlussendlich teile ich mit euch auch Gedichte/Texte die ich auf einer künstlerischen/poetischen Ebene teilenswert finde.

 

(Und bei den älteren Beiträgen sind sogar ein paar “peinliche” Gedichte von mir dabei. 😏😏😏)

 
Das alles hier ist wahrscheinlich eine ungewöhnliche Mischung und weil sich natürlich nicht jeder für alles interessiert, sind die verschiedenen Themen in eigenen Ordnern sortiert.
(Die sollten hier irgendwo auf der Seite angezeigt werden. Ganz runter scrollen.)
Das wurde jetzt irgendwie echt ein sehr ausschweifender “Vorstellungstext”. (Aber sowas passiert mir oft. 😂 😂 😂)

 
Vielleicht ist ja der ein oder andere jetzt ein bisschen weniger “verstört” oder verwirrt von diesem Chaos.

 
Und vielleicht findet ja auch jemand etwas zum lesen das ihm/ihr gefällt.

 
(Und wenn nicht, ist das auch ok.)

 
Ich möchte an dieser Stelle den Menschen die meine Beiträge regelmäßig lesen sagen, das sie sich geherzt fühlen sollen. 

 

(Ganz besonders eine spezielle konvertierte Schwester die mich jetzt doch schon ein paar Monate begleitet und mir oft den Tag gerettet hat, ohne das ihr das vl sogar bewusst ist.)

 
Zum Abschluss gibt es jetzt noch ein paar Fakten um die Allgemeinbildung zu erweitern.

(Damit das lesen dieses Textes ein bisschen weniger Zeitverschwendung war.):

  • In Frankreich ist es verboten ein Schwein “Napoleon” zu nennen.
  • Krokodile fressen Steine damit sie besser tauchen können.
  • Die Zahnpasta-Tube wurde in Österreich erfunden.
  • Wenn weibliche Frettchen keinen Sex haben (und auch nicht kastriert werden) sterben sie.
  • In Schweden heißt Urgroßmutter “Gammelmormor”.
  • Und zu guter letzt: “umfahren” bedeutet genau das Gegenteil von “umfahren”.

#Mussmanwissen

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Der MMS-Schwachsinn.

Ach, wie lange habe ich schon darauf gewartet das MaiLab endlich ein gutes Video darüber macht.

MMS ist so das absolut allerdümmste was Alternativmedizin momentan zu bieten hat.

(Zumindest bei meinem aktuellen Wissensstand. Man weiß ja nie was den Idioten als nächstes einfällt.)

 

PS: TEILEN ERWÜNSCHT!!!

Ganz selten gibt es Momente..

… wo ich sogar echt auf mich stolz sein kann!!

Heute ist so ein Tag. Und wisst ihr auch warum?

Weil das hier MEIN ERFOLG IST!!

Damals war ich ehrenamtliche Mitarbeiterin bei einer NGO die sich mit Islamfeindlichkeit in Österreich befasst und ich war zuständig für Medienmonitoring.

ICH war die Person, die all diese Kommentare dokumentiert hat.

MEINE Protokolle und Screenshots darüber wurden für die Ermittlungen verwendet.

Ich fasse es nicht!!!!

Kann kaum glauben das irgendetwas das ich gemacht habe, diese Welt tatsächlich ein kleines Stück besser gemacht hat. 😍😍😍😍

Anekdote #20

Ich bekomme einen Anruf von einer Freundin:

Sie:

„Lintu, es gibt große Neuigkeiten.“

Ich so (scherzhaft) :

„Lass mich raten: Du hast dich verlobt!“

Sie lacht und sagt:

„Ja, du hast richtig geraten.“

Ich (ein bisschen schockiert von der Antwort):

„WAAAAAAS!? DU HAST DICH VERLOBT???“

Sie: „Ja wirklich. Und es gibt noch mehr Neuigkeiten.“

Ich (dann so trocken):

„Sag nicht deine kleine Schwester hat sich auch verlobt.“

Ihr Lachen am anderen Ende der Leitung hat mir den Rest gegeben.

😂😂😂😂

Wie es aussieht geh ich wohl am Samstag zu einer Verlobungsfeier.

💖💖💖💖💖

Irgendwas muss sich ändern…

Es MUSS sich was ändern!

 

Nicht nur an mir, sondern auch auf diesem Blog.

 

Dieser Blog ist ja ursprünglich entstanden damit ich einen Platz habe um meine “Gedankenkotze” und schlechten Gedichte abzuladen.

 

Irgendwann wurde es auch zu so einer Art “Sammelsurium” von Texten/Beiträgen die ich schön oder interessant finde und deswegen mit meinen Lesern teilen wollte.

 

Aber ich hab jetzt mal darüber nachgedacht was dieser Blog hier überhaupt WIRKLICH für einen Sinn hat.

 

Eigentlich keinen.

 

Genauso wie mein Leben. Das macht eigentlich auch keinen Sinn.

 

Und das ist genau das, was mich am meisten unglücklich macht.

 

Mein ganzes Leben lang suche ich nach einem Sinn. Nach einem Grund für das alles was passiert ist.

 

Meine Existenz ist im Prinzip seit dem ich denken kann eine “Dauerkrise”.

 

Und alles was ich mache ist geprägt von der Suche nach der einen Erkenntnis die für mich erklärt warum ich mir das überhaupt antun soll.

 

Ich jammere oft und viel. Vor allem auf diesem Blog. Und es gibt so viele Dinge die mir am Herzen liegen, die ich erzählen könnte.

 

Manchmal ist es jedoch sehr schwer sein Innenleben überhaupt in passende Worte zu packen.

 

Das sind dann die Zeiten wo dieser Blog hier wieder “verwahrlost” und man monatelang nichts von mir hört.

 

Es gibt diesen Blog seit über drei Jahren und das hier ist genau der 152. Beitrag.

 

Das ist nicht wirklich eine außergewöhnliche Leistung für diesen Zeitraum, wenn ihr mich fragt.

 

Dabei gibt es doch eigentlich so viel anderes über das ich schreiben könnte, als nur mein kümmerliches, nutzloses Leben.

 

Wusstet ihr z.B. das ich Gedichte, Zitate und Aphorismen sammle?

 

Ich habe ein Notizbuch wo ich immer alles reinschreibe was mir besonders gut gefällt.

 

Vor kurzem hab ich mir den Film “Die Schöne und das Biest” angeschaut.

 

Also die Realverfilmung mit Emma Watson.

 

Und dabei ist mir aufgefallen, wie viel Belle und ich eigentlich gemeinsam haben.

 

Angefangen von der Tatsache das wir beide absolute Literatur-Fanatiker sind bis hin zu dem Bild das die Mehrheit der Gesellschaft von uns hat.

 

Wir sind beide irgendwie ein “seltsamer Bücherwurm” der nirgendwo so richtig reinpasst.

 

Wir sind Freigeister die davon träumen mehr aus ihren Leben zu machen als die Realität ihnen eigentlich vorgegeben hat.

 

Als ich 8 Jahre alt war, ist meine Mutter mit meinen Geschwistern und mir aufs Land gezogen. (Wo ich dann ein paar Jahre unfreiwillig leben musste.)

 

Belle ist mit ihrem Vater aus Paris in die Provinz gezogen und fühlt sich dort auch so verloren und “fehl am Platz” wie ich damals.

 

Wir sind “nomadenhaft” von einem Kaff ins nächste gezogen, also ist das vl noch ein bissl extremer als die Lebensumstände von Belle.

 

Doch auch für mich sind Bücher zu meinen besten Freunden geworden.

 

Sie haben mir meine “eigene Welt” gegeben, in die ich mich geflüchtet habe um der echten Welt zu entfliehen und meine Einsamkeit ein bisschen erträglicher zu machen.

 

Und um nicht so sehr darüber nachdenken zu müssen wie “seltsam” und “anders” ich eigentlich bin.

 

Ein “Schlüsselmoment” in meinem Leben war ein Flohmarktbesuch als ich ungefähr 12 Jahre alt war.

 

Schon von klein auf habe ich mich sehr für Geschichte interessiert und war fasziniert von allem was irgendwie “alt” oder “antik” war.

 

Oft habe ich mir überlegt was irgendwelche Antiquitäten wohl alles schon “gesehen” haben in der Zeit in der sie auf dieser Welt “umherwandern”.

 

Deswegen war es auch kein Wunder das ein sehr altes Buch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, als wir damals auf diesem Flohmarkt waren.

 

Ich wusste nicht was es für ein Buch ist, ich wusste nur das ich es haben will.

 

Und weil es nicht so teuer war, hat meine Mutter es mir sogar gekauft.

 

Wollt ihr wissen was für ein Buch es war?

 

Es war “Faust” von Goethe.

 

Und ich war so fasziniert von diesem Werk, dass ich selbst angefangen hab Gedichte zu schreiben und davon geträumt habe irgendwann mal Schriftstellerin zu werden.

 

Das ganze hat mich so sehr inspiriert, das ich sogar ein Zitat aus Faust als Tattoo auf meinem Körper verewigen lassen hab.

 

Lange Zeit dachte ich sogar das ich vl wirklich ein Talent für das ganze haben könnte.

 

Ich hatte auch einen Deutschlehrer der mich oft in dem ganzen bestärkt hat.

 

Er meinte, ich soll irgendwann mal Publizistik studieren.

 

Als ich dann älter wurde hab ich natürlich gemerkt das ich nicht wirklich irgendwie  außergewöhnlich talentiert bin.

 

Eigentlich kann ich nichts wirklich gut und habe kein besonderes Talent.

 

Man könnte sagen, da ich sehr neugierig, lernfreudig und belesen bin weiß ich halt von allem ein bisschen was.

 

Aber ich bin jetzt nicht in irgendeinem Aspekt überdurchschnittlich oder gar eine “Expertin”.

 

Am Ende des Tages bin ich einfach eine psychisch kranke Frau mit einem grottigen Hauptschulabschluss, die schon mit 22 Jahren für “dauerhaft invalid” und “nicht rehabilitationsfähig” erklärt wurde.

 

Jetzt bin ich 26 und seit letzten Sommer gelte ich aufgrund meiner Störungen sogar als 50% behindert.

 

Es ist sehr unwahrscheinlich das ich jemals von irgendeiner Firma einen Ausbildungsplatz bekommen werde oder das ich es gar auf die Uni schaffe, so wie ich mir das eigentlich schon als Kind gewünscht hab.

 

Nichts desto trotz besteht “meine Welt” nicht nur aus Gejammere und meinen unzähligen Einschränkungen.

 

Abgesehen von meiner Liebe zu Literatur und Geschichte, beschäftige ich mich auch gerne mit Philosophie, Kunst, Kultur und Naturwissenschaften.

 

Ich lese gerne Biographien von bedeutenden Personen die prägend für die Menschheitsgeschichte waren.

 

Wahrscheinlich vor allem weil ich es bewundere das sie etwas auf dieser Welt verändern konnten und ihrem Leben einen Sinn gegeben haben.

 

Und dann kam mir ein Gedanke.

 

Warum soll ich diesen Teil meiner Persönlichkeit nicht öfter mit meinen Lesern teilen?

 

Auch wenn ich keine großartige Wissenschaftlerin oder bedeutende Person mit besonderen Talenten bin, habe ich trotzdem auch Dinge zu erzählen die über meine beschissene Kindheit hinaus gehen.

 

Deswegen habe ich beschlossen zukünftig neue “Rubriken” auf meinem Blog einzuführen.

 

Ich würde gerne einmal im Monat ein “Portrait” von einer bedeutenden Person schreiben.

 

(Und ich bin da auch sehr offen für spezielle Wünsche!

 

Zwar hab ich schon genug Leute auf meiner Liste stehen, aber ich richte mich da gerne auch nach den Interessen der Leser.)

 

Jeden zweiten Sonntag poste ich etwas aus meiner Gedicht/Aphorismen/Zitaten-Sammlung.

 

(Da könnte ich wsl für die nächsten drei Jahre im voraus Beiträge abtippen und hochladen.)

 

Einmal im Monat möchte ich einen Beitrag schreiben zum Thema “Mental Health”.

 

Es ist bestimmt nützlich ein bisschen darüber zu erzählen/erklären was Persönlichkeitsstörungen, ADHS, etc. eigentlich sind.

 

(Es gibt da leider immer noch viel Aufklärungsbedarf und Missverständnisse.)

 

Und zu guter letzt möchte ich auch zeigen das Geschichte nicht langweilig sein muss und auch nicht nur aus dummen Jahreszahlen besteht.

 

Es gibt wirklich sehr viele historische Ereignisse die es wert sind erzählt zu werden.

 

Auch wenn sie einfach nur lustig sind und nicht wirklich irgendwas zur Allgemeinbildung beitragen.

 

Und wenn ich dann mal über irgendwas jammern oder “Gedankenkotze” loswerden möchte, dann mach ich das halt (wie bisher) einfach dann, wenn es gerade “geht”.

 

Der einzige Unterschied zu jetzt ist halt eigentlich nur der, das der Blog nicht “verwahrlost” wenn ich (bezogen auf meinen mentalen Zustand) gerade wieder eine Schreibblockade hab.

 

Und ich gebe mir selbst eine Aufgabe bei der ich meine Hobbys miteinander verbinden kann.

 

Vielleicht hilft mir das auch mich von meinen Problemen abzulenken und mich nicht mehr ganz so nutzlos zu fühlen.

 

Natürlich werde ich eine Weile brauchen um in das ganze wirklich eine gewisse Regelmäßigkeit rein zu bekommen, aber ich glaube es ist realistisch wenn ich mir vornehme das bis 2020 irgendwie hinzubekommen.

 

(Das sollte selbst für einen “Nichtsnutz” wie mir genug Zeit sein um sowas zu schaffen.)

 

Der erste Schritt wäre mal passende Titel für die “Rubriken” zu finden.

 

Da bin ich auch offen für Vorschläge.

 

Vielleicht fällt euch ja was kreatives oder lustiges ein.

 

Also ums nochmal zusammenzufassen:

 

Jeden Zweiten Sonntag kommt etwas aus meiner “Text-Sammlung”.

 

Und jeweils einmal im Monat ein Portrait über eine “bedeutende Persönlichkeit”, ein Beitrag zum Thema “Mental Health” und sowas wie eine “Geschichtsstunde”.

 

Ich will das irgendwie unter übergeordneten “Begriffen” in eigenen Ordnern zusammenfassen können. (So wie meine Anekdoten)

 

Dafür müssen originelle Titel her.

 

(Für mich ist es echt immer am schwestern Titel zu finden. Geht das irgendwem von euch auch so?)

 

Das erste Portrait möchte ich bereits im März posten, also dafür sollte ich vl als erstes etwas passendes finden.

 

Die Person über die ich schreiben werde steht schon fest.

 

(Und ich bin echt auf die Reaktionen darauf gespannt!)

 

Also mal sehen wie das ganze laufen wird.

 

Vielleicht ist das ja auch wieder nur ein weiteres Vorhaben in dem ich kläglich versagen werde.

 

Aber naja, ein Versuch ist es doch wert, oder nicht?

 

(Und hier zum Abschluss noch der Song aus dem Film der mich überhaupt auf diese Idee gebracht hat.)

 

Sammelsurium#29: „The suicide Kid“

„I went to the worst of bars

hoping to get

killed.

but all I could do was to

get drunk

again.

worse, the bar patrons even

ended up

liking me.

there I was trying to get

pushed over the dark

edge

and I ended up with

free drinks

while somewhere else

some poor

son-of-a-bitch was in

hospital bed,

tubes sticking out all

over him

as he fought like hell

to live.

nobody would help me

die as

the drinks kept

coming,

as the next day

waited for me

with its steel clamps,

its stinking

anonymity,

its incogitant

attitude.

death doesn’t allways

come running

when you call

it,

not even if you

call it

from a shining

castle

or from an on ocean liner

or from the best bar

on earth

(or the worst).

such impertinemce

only makes the gods

hesitate and

delay.

Ask me: I’m 72.“

– Charles Bukovski

Anekdote #19

Dienstag Nacht in der Notaufnahme eines wiener Krankenhauses:

 

Ich laufe unter Schmerzen mit einem „Infusionshalter“ auf den Sanitärräumen der Station herum und möchte gerne aufs Klo gehen.

 

Auf der Toilette versuche ich ungefähr 20 min lang einen Weg zu finden um mit dem Metalgestell in die Kabine zu kommen. 

 

Ich probiere es mit umkippen, schräg halten, allen möglichen Positionen, doch das Ding will einfach nicht rein gehen.

Es ist einfach zu hoch.

 

Schließlich gehe ich zum Schalter und frage hilfesuchend um Unterstützung.

 

Ein Pfleger kommt raus, ich sag unglaublich verzweifelt und weinerlich:

 

“Ich kann mit dem Ding nicht in die Klokabine gehen. Das ist zu groß. Können Sie das vl weg machen?”

 

Der Pfleger sagt trocken:

 

“Das ist höhenverstellbar.”,

 

macht es mit einer Handbewegung ungefähr 5 cm kleiner und geht wieder.

 

Einer der Patienten konnte sich echt nicht mehr halten und ist vor lachen von seiner Liege gefallen.

 

Ich glaub sowas peinliches ist mir schon lange nicht mehr passiert.

 

😂😂😂

 

 

Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“?

Da gibt es doch so ein Sprichwort, das geht so, oder?

Sicher bin ich mir jetzt nicht, aber ein passenderer Titel ist mir leider nicht eingefallen.

Aber naja, jetzt fragt man sich vielleicht.

“Was is den nun los mit dir Lintu?”

Ich bin enttäuscht. Und traurig.

Und auch wütend, vor allem auf mich selbst.

Aber eig bin ich unglaublich enttäuscht.

Das ganze ist ein bissl kompliziert, deswegen werd ich versuchen es in einem Beispiel anschaulich zu erklären.

Stellt euch mal folgende Situation vor:

Zwei Personen sind unglücklich in ihrem Arbeitsleben, zögern aber aus verschiedenen Gründen eine Kündigung hinaus.

Der eine, weil er auf die Arbeitskraft angewiesen ist, und die andere weil sie vom Geld abhängig ist und sich einredet das eh alles passt.

Du redest nun mit den beiden Menschen und machst sie vl darauf aufmerksam das sie eventuell darüber nachdenken sollten ob sie längerfristig mit dieser Arbeit glücklich sein werden und wenn nicht, vl entsprechende Konsequenzen daraus ziehen sollten.

Dem Arbeitgeber stellst du eine potentielle Mitarbeiterin vor, die vielleicht besser in sein Unternehmen passen würde.

(Nicht ganz ohne Hintergedanken, da dieses schwierige Arbeitsverhältnis nicht nur den Arbeitgeber, sondern auch dich selbst belastet. Aber eigentlich mit einer (nicht nur für dich) guten Absicht.)

Du fragst die Personen auch immer wieder, ob es eh keine Missverständnisse gibt. Ob das eh nicht so aufgefasst wird, als ob ich jemanden zu einer Kündigung drängen möchte oder so.

Und es kommt immer ein: “Nein, ich weiß eh dass du das nur gut meinst. “

Die beiden beschließen dann daraufhin jeweils ihre aktuellen Arbeitsverhältnisse auf eine unmoralische Art und Weise zu beenden – und stellen es im Nachhinein so dar als hättet ihr ihnen gesagt das zu tun oder sie dazu angestiftet.

(Obwohl sie solche Taten rein selbst zu verantworten haben und ihr (möglicherweise) schlechtes Gewissen deswegen nicht auf euch abschieben sollten.)

Natürlich sagen sie einem das nicht ins Gesicht wenn man sie extra mehrmals darauf anspricht ob das alles eh nicht falsch rüber gekommen is oder so.

Nein, sie sagen zu euch sie haben es eh nicht falsch verstanden, aber bei anderen dann behaupten sie, ihr hättet sie manipuliert.

Aber das is eig nicht was mich aktuell so traurig macht. (Hat aber halt damit zu tun.)

Stellt euch jetzt mal ne andere Situation vor:

Der Arbeitnehmer ist jetzt mit der Arbeitgeberin (die ihr ihm damals vorgestellt habt) in einem neuen Arbeitsverhältnis.

Und stellt euch mal vor, ihr kennt den Arbeitgeber recht gut.

Also sagen wir mal, der Arbeitgeber ist euer Onkel.

Und am Anfang freut ihr euch total und denkt euch das die Leute in diesem Arbeitsverhältnis sicher gut zusammen passen und glücklich sind.

Doch plötzlich gibt es einen Vorfall und die Arbeitnehmerin hat ein Problem mit dem Arbeitgeber und da er ja euer Onkel ist, redet sie mit euch darüber.

Ihr macht euch (aufgrund der Art und Weise wie die Arbeitnehmerin emotional darauf reagiert und es beschreibt) Sorgen um sie und erinnert euch an Vorfälle die es in der Vergangenheit mit eurem Onkel gegeben hat.

Bei einem Gespräch zu dritt vermittelt euch der Onkel auch nicht den Eindruck als ob er jetzt einsichtiger geworden wäre als früher.

Deswegen erzähle ihr, aus Sorge, der Arbeitnehmerin was alles so passiert ist.

(Nach bestem Wissen und Gewissen.

Wenn nachher vom Arbeitgeber behauptet wird er hat irgendwelche Geschichten erfunden und das is alles gelogen, dann habt ihr ja in dem Moment nur das wiedergegeben, was eurem aktuellen Wissensstand entsprochen hat, oder?)

Ihr erzählt es ihr, mit dem Hinweis:

“Hey, ich wollt dir das nur sagen, damit du weißt auf was du dich da einlässt.

Du musst selber entscheiden ob du das willst oder nicht.

Ich dachte mir nur du solltest das vl wissen bevor du vl wieder in einem Arbeitsverhältnis bist in dem du unglücklich bist.
Prinzipiell glaube ich schon, dass es zwischen euch funktionieren würde, aber halt nur wenn er auch daran arbeitet.

Ansonsten würde ich dir eher davon abraten. Nicht weil ich meinen Onkel nicht mag oder ihn schlecht machen will, ich weiß ja das er krank ist und eigentlich nicht so viel dafür kann das er manchmal so schwierig ist.

Sondern weil ich nicht will dass sich vl Dinge wiederholen und du es dann bereust.”

Ihr fragt die Person min zweimal direkt, ob sie das jetzt eh richtig verstanden hat. Ob sie jetzt das Gefühl hat, dass ihr euren Onkel nur schlecht machen wollt oder ihr etwas einreden wollt.

Und sagt ihr auch, das ihr das voll schön finden würdet wenn es zwischen den beiden harmonisch funktionieren würde, das ihr euch halt aber auch Sorgen macht das es in einer Katastrophe enden könnte.

Ihr sprecht sogar noch mit ihr darüber, dass ihr euch fühlt als wärt ihr in einem “moralischen Dilemma”, weil ihr natürlich auf der einen Seite euren Onkel mögt und ihm nicht schaden wollt, aber auf der anderen Seite die Arbeitnehmerin seit 11 Jahren kennt und auch nicht wollt das sie vl Schaden nimmt.

Ihr sagt auch noch, das es für euch schwierig ist überhaupt was dazu zu sagen, eben weil es so eine verzwickte Situation ist.

Es kommt ein: “Ja, ich weiß eh dass du das nur gut meinst. Ich glaub nicht das du deinem Onkel schaden willst. Ich versteh warum du mir das erzählst”

Das ganze ist halt tatsächlich nicht so einfach, weil im Prinzip ist es ja so:

Wenn ihr der Arbeitnehmerin nichts sagt und sie dann irgendwie “ins Messer läuft”, dann fühlt ihr euch nachher schlecht und würdet es wahrscheinlich bereuen ihr nicht zumindest gesagt zu haben worauf sie sich einlässt, oder?

Nachdem die Arbeitnehmerin bei diesem Vorfall so emotional reagiert hat, fühlt ihr euch auch irgendwie für sie verantwortlich.

Ihr seht vl wieder das zierliche, traurige Mädchen vor eurem geistigen Auge, das ihr vor 11 Jahren mal kennengelernt habt.

Das zwar immer schon versucht hat den Eindruck zu vermittelt hat voll “hart” zu sein, aber eigentlich einsam war und nicht die Zuneigung bekommen hat, die es verdient hätte.

Und ihr seht in eurer Sorge um sie auch das “Worst-Case-Scenario” vor euch, wenn der Arbeitgeber vl genau das gleiche tun würde, wie viele andere Menschen vor ihm, die ihr damit sehr geschadet haben.

Ihr erinnert euch an die Geschichten und all die Verzweiflung, die manchmal in ihren Augen lag, wenn sie davon erzählt hat.

(Und auch an die ständigen Versuche daraus immer irgendwie einen Witz zu machen, um zu überspielen wie sehr es eigentlich weh tut.)

Deswegen sprecht ihr mit ihr, um sie zumindest mental darauf vorzubereiten, das es nicht ausgeschlossen ist, das diese Dinge vl wieder passieren.

Denn auch wenn ihr euren Onkel eigentlich mögt, wisst ihr auch genau wie schwierig es mit ihm sein kann.

Ihr wisst das er ein gutes Herz hat, aber auch wie toxisch sein Verhalten manchmal ist.

Und vor allem wisst ihr auch, dass er dazu neigt die Schuld von sich zu weisen wenn man ihn mit etwas konfrontiert was ihm unangenehm ist und (zumindest euch gegenüber) selten Einsicht zeigt.

Eine Weile später sprecht ihr die Person mehrmals darauf an, ob sie mit ihrem Arbeitgeber darüber geredet hat und sagt:

“Ich könnte verstehen wenn dus ihm gesagt hast, aber dann sag mir das bitte auch, weil dann würde ich ihm gerne auch noch erklären wie ich das gemeint habe, damit keine Missverständnisse entstehen.”

Und die Person sagt euch dann mehrmals:

“Nein, der Arbeitgeber weiß garnix. Ich werds ihm auch nicht sagen.”

So weit, so gut.

Nun ja, vor kurzem erfahrt ihr dann, das der Arbeitgeber doch genau weiß, worüber ihr mit der Arbeitnehmerin gesprochen habt (und sie euch offensichtlich angelogen hat) und er jetzt denkt, ihr würdet das tun um ihr Arbeitsverhältnis zu manipulieren.

(Wovon ihr aber, rein nebenbei bemerkt, absolut keinen Nutzen hättet!!)

Das war eig auch der Grund, weswegen ihr die Arbeitnehmerin darum gebeten habt zu sagen ob er von den Gesprächen weiß, um genau solche Annahmen gleich von vornherein anzusprechen und aus der Welt zu schaffen.

Und dazu kommt auch noch, das euch dann aber zusätzlich dazu noch unterstellt wird absichtlich Lügen zu erfinden um das Arbeitsverhältnis in einer bösartigen Absicht zu sabotieren.

Aber eigentlich habt ihr nur das erzählt, was eurem Wissensstand entsprach und was ihr gesehen/erlebt habt.

Wenn euer Onkel vor 7 Jahren herum erzählt das er mal einen Arbeitnehmer gekündigt hat, nur weil der sein Handy in der Arbeit aufladen wollte, und jetzt behauptet das ist nie passiert und er hat das nur erfunden, dann habt doch nicht ihr irgendwelche Lügen erfunden, sondern IHR wurdet angelogen und habt auch nur das wiedergeben können was ihr zu dem Zeitpunkt wusstet.

Aber dieses Missverständnis hättet ihr bestimmt auch mit dem Arbeitgeber in einem persönlichen Gespräch klären können, wenn die Arbeitnehmerin gesagt hätte dass sie mit ihm darüber gesprochen hat und bei ihm deswegen jetzt so ein Eindruck entstanden ist.

(Anstatt zu lügen.)

Nun wisst ihr also, das die Arbeitnehmerin euch angelogen hat und der Arbeitgeber jetzt deswegen denkt ihr würdet ihm in einer bösen Absicht schaden wollen.

(Und behauptet ihr würdet Sachen erfinden, von denen er jetzt sagt das er sie eig selbst erfunden hat.)

Was würdet ihr in so einer Situation machen?

Wie würdet ihr euch fühlen?

Also ich kann euch sagen wie ich mich damit fühle:

Ich fühle mich hintergangen und hätte mir gewünscht das der Arbeitgeber und die Arbeitnehmerin vl das Rückgrat hätten um mich auf sowas anzusprechen und es persönlich mit mir zu klären, anstatt mir (hinter meinem Rücken) irgendwas zu unterstellen und mich anzulügen.

Denn beide sollten eigentlich wissen wie offen man mit mir sprechen kann und wie sehr ich mir eigentlich Mühe gebe den anderen Menschen meine Gedanken und Motive richtig zu vermitteln.

Es gibt nichts was ich über Menschen sage, was ich ihnen nicht auch ins Gesicht gesagt habe.

Manche reagieren auf sowas nicht so gut, wie z.b. der Onkel. Dann überlegt man vl ob es überhaupt Sinn macht die selben Probleme immer und immer wieder anzusprechen und darüber zu reden.

Aber so ganz offen gestanden sollte es mich eigentlich nicht wundern wenn Leute die stolz von sich behaupten manipulativ zu sein (und eigentlich eindeutig im Glashaus sitzen und keinen Wein trinken sollten, wenn sie Wasser predigen) solche Sachen machen.

Deswegen kann ich eigentlich auch gar nicht wirklich auf jemand anderen wütend sein als mich selbst, weil es im Endeffekt eh meine eigene Schuld ist, wenn ich solche Leute (immer und immer wieder) in mein Leben (zurück) lassen.

Aus dem Grund habe ich auch keine große Lust auf weitere Diskussionen oder irgendwelche Streitereien, sondern hoffe einfach nie wieder mit diesen Personen etwas zu tun haben zu müssen.

Und zwar diesmal endgültig.

Garnicht im groll oder so, sondern aus reinem Selbstschutz.

Ein persönliches Verhältnis mit einer Person die einem böse Absichten unterstellt ist sowieso absolut sinnfrei. Und es liegt nicht an mir diese Ansichten bei anderen zu verändern, das müssen die Leute selber lernen….

So wie ich das lernen muss!

Ich sitze eigentlich genau so im Glashaus wie die zwei anderen.

Vor allem in den letzten Wochen ist mir immer mehr bewusst geworden das dieses Gefühl auch von meiner Seite her vorhanden ist. Irgendwie hab ich quasi schon auf genau sowas “gewartet”.

Ich verstehe die Nostalgie, die einen dazu bringt sich an etwas altes, gewohntes zu klammern. An etwas das irgendwie vertraut ist.

Aber man muss auch loslassen können.

Und manchmal ist einfach schon so viel kaputt geworden, das man sich nur gegenseitig quält wenn man zwanghaft versucht ein altes Dach an einem Haus zu reparieren, an dem die Mauern bereits eingestürzt sind.

Über meine eigene “schlechte Seite” habe ich ja vor nicht allzu langer Zeit schon einen Beitrag geschrieben.

Und vielleicht haben sie ja Recht und ich bin böse. Vielleicht bin ich immer noch so ein schlechter Mensch.

Vielleicht bin ja auch ich diejenige die nicht einsichtig ist und sich nicht selbst hinterfragen kann.

Also vl hab ichs eh nicht anders verdient.

Man kann mir auch vieles Vorwerfen.

Das ich auch aus egoistischen Gründen darauf spekuliert habe das der Arbeitgeber sich von seiner alten Arbeitnehmerin trennt, wenn ich ihm eine “bessere Alternative” anbiete.

Das ich natürlich meinem Onkel in gewisser Weise in den Rücken gefallen bin, als ich die Arbeitnehmerin vor ihm “gewarnt” habe.

Und, das sich manche Erinnerungen einfach so stark einbrennen, das man selbst Jahre später immer noch nicht vergessen kann was der oder die andere Person irgendwann mal schlechtes getan hat.

Deswegen versteh ich auch bis zu einem Gewissen grad warum man mir nicht trauen “kann” wenn man mich zu einer Zeit kennen gelernt hat, in der ich mich (im Nachhinein) sogar selbst als “Monster” betrachte.

Jetzt ist es also eigentlich egal, mit welcher Absicht ich Dinge mache.

Es ist verständlich an etwas böses zu denken wenn man die andere Person als “bösen Menschen” kennen gelernt hat. Natürlicher Schutzinstinkt.

Der Titel passt da also glaub ich eh ganz gut.

“Das Gegenteil von “gut” ist “gut gemeint”.

Also ist es wohl manchmal besser, sich mit Menschen zu umgeben für die man ein weißes Blatt ist.

Menschen, die in der Lage sind das “Gute” in einem zu sehen, weil sie das “Böse” in dir nie kennen gelernt haben.

Und genau das ist auch mein Rat an den Arbeitgeber/die Arbeitnehmerin.

Eigentlich kann ichs euch echt nicht übel nehmen. Und verstehs auch. Wahrscheinlich würde ich auch so über mich denken wenn ich in eurer Position wäre.

Doch genau deswegen ist es besser sich von Menschen zu trennen die einem “Angst” machen und sich eher mit Menschen zu umgeben wo man sich geborgen fühlt.

Ich glaube wir werden immer voreinander “Angst” haben. Das ist mir ziemlich klar geworden.

Hoffentlich findet ihr ein Umfeld das euch so gut tut, wie die Freunde die ich in den letzten zwei Jahren dazu gewonnen habe.

Ein Umfeld, das euch als vertrauenswürdiger einstuft als ich euch. (Oder ihr mich.)

Jetzt (wo ich meine ganzen Gedanken dazu aufgeschrieben habe) frage ich mich, ob das eigentlich überhaupt notwendig war.

Braucht man so viele Worte um sich zu “verabschieden”?

Ist es echt sinnvoll seine Motive und Beweggründe in einem seitenlangen Beitrag zu rechtfertigen?

Wahrscheinlich nicht.

Deswegen sollte ich jetzt auch vl garnichts mehr dazu sagen.

Kapitel geschlossen.

Anekdote #18

Von Gestern auf Heute hat eine Freundin (Lyanna) mit ihrer Hündin (Astra) bei mir übernachtet.

Heute hat sie ihrem Mitbewohner von den nächtlichen Vorkommnissen zwischen den Hunden in einer Nachricht berichtet.

Da ich ihre Erzählweise super lustig finde, dachte ich mir das es eine Anekdote auf meinem Blog wert ist.

Aber gleich mal vorneweg:

Da Lyanna Veganerin ist, wollte sie nicht auf dem Daunenkissen schlafen das ich ihr angeboten habe. (Dieses Kissen ist normalerweise Vitos Schlafplatz.)

Deswegen hab ich ihr dann mein Kissen gegeben und das von Vito für mich verwendet.

(Ja, Hunde dürfen bei mir aufs Bett und auf die Couch. Don’t judge me!)

Deswegen war Vito allerdings sichtlich beleidigt.

Den weiteren Verlauf der Nacht überlasse ich Lyanna’s Erzählung indem ich hier einfach ihre Nachricht einfüge:

“Vito is ur süß, der mag mich mittlerweile auch schon wirklich 😀

Astra und ich haben auf der Couch geschlafen. Sie lag zuerst da, deswg hab ich mich am anderen Ende eingerollt.. hat funktioniert.

Nur is iwann in der Nacht Vito vor mir gestanden – und wollte offensichtlich auch rauf.

Ich stand vor einem Problem.. einerseits wollte ich Vito bei mir haben, andererseits wollte ich Platz haben und schlafen.

Aber Vito hat es geschafft, meine Sorgen zu ignorieren uuund sich in eine Ecke zu quetschen.

Er hat den Kopf auf den Polster gelegt und ich meinen daneben. Und dann ein Stück näher, weil angenehmer für Nacken.

Dann is sein Kopf etwas weggerutscht und ich bin noch nen cm nachgerutscht, weil angenehmer.

Daaann hat er seinen Kopf ausgestreckt und damit den Polster freigegeben – das war perfekt. Nun konnten wir schlafen..

Nur ist ein paar Minuten später Lintu aufgewacht und hat ihn wieder zu sich gerufen – damit war er wieder weg.

Irgendwann später bin ich noch einmal aufgewacht und sobald Vito das gemerkt hat, ist er aufgesprungen und wieder vor mir gestanden.

Die Gesichtswäsche hab ich ertragen, aber ich war zu müde um nochmal Platz für ihn zu arrangieren..und so ist er neben mich geschlüpft, an den Rand der Couch und wir sind wieder eingeschlafen.

Als ich das nächste Mal aufgewacht bin, war er nicht mehr da..ich werde wohl nie erfahren, ob er runtergefallen oder runter gestiegen ist.”

Mein Kommentar dazu:

Hunde sind manchmal echt wie kleine Kinder. 😂😂

Ein paar Gedanken über „Gut“ und „Böse“ #2

Nun denn, liebster Vogelschwarm, wie ging es denn nun weiter nach meinem Fast-Schulverweis?

Also, wie schon im ersten Teil erwähnt bestand die Direktorin auf ein Gespräch mit dem Jugendamt in der Schule, wo ich der netten Sozialarbeiterin, ein bisschen gefasster und weniger emotional als bei meinem “Kreuzverhör” die Lage geschildert habe.

Nach einem 1,5 stündigen Gespräch wurde ich schließlich gefragt:

“Lintu, du bist 15 und damit in einem Alter wo du bei solchen Dingen mit entscheiden darfst.

Aber sag mir jetzt mal ehrlich:

Möchtest du weiterhin bei deiner Mutter leben?”

Es hat keine Sekunde gedauert bis ich gesagt habe:

“Nein, auf keinen Fall! Und wenn Sie mich nicht weg holen, dann werde ich sowieso weg laufen wenn ich mit der Schule fertig bin!”

Darüber wurde dann natürlich meine Mutter informiert und wie ihr euch wsl schon vorstellen könnt, war sie alles andere als begeistert.

Aber nicht weil sie mich vermissen würde oder sowas, sondern weil sie über ihr Ansehen besorgt war.

Sie hat sich ja nach außen hin immer als die “Super-Mama” hingestellt, die das ja so toll schafft drei Kinder alleine groß zu ziehen. Und das ich jetzt halt ins Heim komme, hat natürlich ziemlich an ihrem Ego gekratzt.

Ich verstehe offen gestanden auch nicht was sie für außergewöhnliche Leistungen vollbracht haben soll um sich überhaupt was drauf einbilden zu können.

Sie hat uns ein Dach über dem Kopf verschafft und uns Essen auf den Tisch gestellt. (Was eigentlich eine selbstverständliche Pflicht ist für eine Mutter und keine herausragende Leistung für die sie einen Pokal verdient.)

Aber das wars auch schon.

Und das is genau die gleiche Leistung die ein Bauer seinen Kühen im Stall entgegen bringt. Wobei die Kühe Manchmal ja sogar gestreichelt werden.

Aber wer soll schon narzisstische Mütter verstehen. (Davon werdet ihr auch noch genug zu hören bekommen.)

Jedenfalls hat sie dann angefangen mir alle möglichen Horrorgeschichten zu erzählen das Kinder in Heimen ja gequält werden und bla bla bla.

Einmal hat sie sogar eine total seltsame Frau mitgenommen die mir dann Geschichten darüber erzählt hat das sie ja auch mal im Heim war und dort von einem Betreuer vergewaltigt wurde oder sowas.

Doch es hat alles nichts genützt. Ich habe den Tag herbeigesehnt an dem ich mein Hauptschulabschlusszeugnis in die Hand gedrückt bekommen habe und ins Kriseninterventionszentrum Amstetten gebracht wurde.

Ein bisschen was habe ich in meinem Beitrag “Wir Kinder vom Bahnhof Amstetten” (Archiv: April 2018) schon darüber erzählt, aber ich will mich jetzt hier nicht schon wieder ausschweifend in irgendwelchen Details verlieren.

Naja, nun war ich also dort und es kam die große Frage:

“Lintu, was willst du jetzt eig machen?“

Und meine Antwort war ganz klar:

“Weiter in die Schule gehen und irgendwann studieren!”

Doch dann hieß es:

“Das geht aber nicht, solange du sozial so unerträglich bist.”

Somit stand ich jetzt da, zwar weg von meiner Mutter, aber immer noch voller Wut, Zorn und Aggression. Und komplett ohne Perspektive.

Wie schon gesagt, was so alles im Heim passiert ist, werde ich in ein paar weiteren Beiträgen zu diesem Thema noch ausführlicher erzählen, doch jetzt geht es eigentlich um etwas anderes.

Nur soviel sei gesagt:

Meine damalige psychologische Evaluierung hat ergeben dass ich ein “antisoziales Persönlichkeitsprofil” besitze und dringend angeraten wird mich in einer Einrichtung untergebracht werde die auf psychisch kranke oder schwer erziehbare Jugendliche spezialisiert ist um zu verhindern das ich in späterer Folge eine antisoziale/dissoziale Persönlichkeitsstörung entwickle. (Das ist so quasi der Fachausdruck für Soziopathie/Psychopathie)

Naja, meine Aggressionen und Gewaltausbrüche sind trotz deren Bemühungen nicht besser geworden, weswegen ich dann auch rausgeflogen bin.

Ich.Bin.Aus.Einer.Einrichtung.Für.Schwer. Erziehbare.Jugendliche.RAUSGEFLOGEN (!!!)

Macht das mal nach.

Naja, aus der nächsten Einrichtung bin ich dann mit 16 einfach weg gelaufen, war Obdachlos, bin nach Hamburg abgehauen und hab dort auf der Straße gelebt bla bla bla, darüber hab ich ja auch schon ein bissl was erzählt. (Archiv September 2017: Hamburg #1 & Archiv Februar 2018: Hamburg #2 )

Doch worauf ich eigentlich die ganze Zeit über hinaus will, ist der Moment der mein Herz von dem Gift befreit hat, was mich so verbittert gemacht hat.

Ich hatte das Gefühl, es ist wichtig etwas von meiner Vorgeschichte hier rein zu packen, damit man überhaupt versteht warum das für mich so eine riesen Sache war, obwohl es andere vl einfach nur für eine bedeutungslose Kleinigkeit halten.

Mein Herz war kalt, gebrochen und vergiftet voller Hass und bösen Gedanken.

Ich war der Meinung, man kann niemandem vertrauen, denn jeder Mensch ist schlecht. Die ganze Welt ist schlecht.

Und auch Gott ist böse und schlecht. Und er hasst mich und hat Spaß daran mich zu quälen.

Genau so hab ich über diese Welt gedacht.

All das hat meine Seele schwarz gefärbt und sie in ein böses Monster verwandelt.

In eine Person, die verbittert war und einfach nichts Gutes mehr sehen konnte.

Es war, als ob ich eine Brille getragen hätte, mit einem Filter, der nur die negativen Dinge sichtbar macht und das positive einfach nicht existent ist.

Bis zu diesem einen schicksalhaften Tag, der mein Weltbild komplett verändert und mir so vieles klar gemacht hat.

Mit 19 bin ich für ein halbes Jahr als Au-Pair (das is sowas wie ne Nanny) nach Kairo gezogen.

Und wenn ich halt grad nicht auf die Kinder aufpassen musste, konnte ich machen was auch immer ich wollte.

Da es für mich ein absolut schrecklicher Tag war, wo ich wieder mal in einem sehr tiefen depressiven Loch gefangen war, wollte ich raus gehen, einfach durch die Stadt laufen, ein bisschen durch den Markt spazieren…

Ich hatte früher wirklich Probleme damit Gefühle zu zeigen. Ich wollte nie das jemand mitbekommt das ich weine, weil ich mich dann einfach so schwach und hilflos gefühlt hab.

Und das wollte auf keinen Fall, ich wollte nicht schwach sein. Auf gar keinen Fall.

Das war auch der Grund warum ich das Haus verlassen habe. In mir hatte sich schon wieder so viel aufgestaut das ich genau wusste, das ich weinen werde wenn ich nicht rausgehe.

Dort wo fremde Menschen waren konnte ich das halt besser unterdrücken. Alte Angewohnheit aus der Schulzeit.

Deswegen lief ich einfach ziellos durch die Stadt, meine Nerven zum zerreißen gespannt und in meinem Kopf war die ganze Zeit immer das gleiche Mantra:

“Wenn du weinst bist du schwach und wenn du schwach bist werden die Menschen das ausnutzen und dir böse Sachen antun. Also werde bloß nicht schwach. NICHT WEINEN!”

Und so sehr ich mich auch bemüht habe meine Gefühle weg zu sperren, kam dann schließlich doch der Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat.

Ein Tourist hat mich angerempelt.

Eigentlich keine große Sache die jedem passieren kann an Orten wo viele Menschen sind.

Doch in meinem verzerrten Weltbild war das natürlich kein Zufall, sondern pure Absicht.

Der wollte das einfach nur um gemein zu sein, weil alle Menschen immer gemein sind.

Und dann konnte ich mich auch nicht mehr halten und bin komplett in Tränen ausgebrochen und weg gelaufen.

Irgendwann in einer Seitenstraße hab ich mich auf den Gehsteig am Boden gesetzt weil ich so einen Nervenzusammenbruch mit Panikattacke hatte, das ich nicht mehr laufen oder sprechen konnte.

Und mir war das so unglaublich peinlich in aller Öffentlichkeit SO die Beherrschung zu verlieren.

Die Männer vor dem Shisha-Café auf der anderen Straßenseite habe mich auch nicht unbedingt beruhigt als ich gemerkt habe das sie über mich reden.

Ich dachte mir halt:

“Siehst du Lintu, genau das passiert wenn man Schwäche zeigt. Jetzt bist du die Lachnummer für die Männer dort drüben.”

So klein wie nur irgendwie möglich hab ich mich hinter meinen Armen und Knien versteckt, damit ich das irgwie ausblenden kann, das da jetzt die Araber über das heulende europäische Mädchen lachen.

Plötzlich hab ich aus dem Augenwinkel gesehen, wie einer dieser Männer einen Stuhl über die Straße getragen und ihn unter den Schatten eines Baumes gestellt hat.

Dann hat er mir mit Handzeichen (wir konnten ja nicht wirklich miteinander sprechen) gedeutet das er den Stuhl für mich rüber getragen und in den Schatten Gestellt hat, damit ich nicht am Boden sitzen muss. Und dann ist er einfach wieder zurück ins cafe gegangen.

Ich war natürlich irgendwie perplex und auch misstrauisch, weil mich die Männer vor dem cafe jetzt natürlich noch genauer beobachtet haben, aber ich hab mich dann schließlich doch auf den Stuhl gesetzt.

Dann kam der Mann von vorhin nochmal raus und gab mir einen Tee. Hat mich angelächelt und ist wieder gegangen.

Einfach so.

EINFACH SO.

Für mich ist in dieser Moment so vieles ausgelöst und mir so viele Dinge klar gemacht.

Und ich war so unendlich tief berührt, weil das die erste Situation in meinem Leben war, wo ein wildfremder Mensch mir etwas Gutes getan hat oder einfach nett zu mir war, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Und da ist mir etwas sehr, sehr wichtiges klar geworden:

Das “Gute” und das “Böse” in dieser Welt verbreitet sich wie bei einem Domino-Effekt.

Die meisten Menschen die gewaltig sind, sind es weil ihnen selbst so viel angetan wurde und sie es nun (egal ob bewusst oder unbewusst) weiter in die Welt hinaus tragen, weil es leichter ist eine Bürde weiter zu reichen, als einfach zu sagen:

“Stop! Das frisst mich auf, zerstört mich und bringt mich absolut an meine Grenzen, aber ich möchte das nicht weiter in die Welt hinaus tragen.”

Selbst wenn es mich komplett zerstört und mich ins Grab bringt.

Irgendwo muss auch mal stopp sein.

Es muss auch Menschen geben die sich nicht für alles rächen wollen. Denn du bist nur für deine eigenen Taten verantwortlich.

Alles andere muss sich jede Person selbst mal mit unserem Richter ausmachen.

Doch, egal was passiert, egal wie oft ihr ausgenutzt, geschlagen, betrogen oder sonst irgendwie herabwürdigend behandelt wurdet:

Verliert niemals den Glauben an das Gute im Menschen.

Denn vl seid ihr irgendwann mal eine Person, die für jemand anderen, auch wenn es nur mit einem Tee ist, die Welt verändern könnt.